Biogas Fachkongress in Hitzacker zeigt in Richtung Flexibilisierung

Praxisworkshop Flexibilisierung 9.12.2015 in Neustreltz

Praxisworkshop Flexibilisierung 9.12.2015 in Neustreltz

Am 24. November 2015 hat die IG Biogasmotoren mit ihren Partnern SK Verbundenergie GmbH und der WEMAG AG in Münster den ersten von vier geplanten Praxisworkshops Flexibilisierung durchgeführt. Der zwei Tage später in Hitzacker durchgeführte 10. Fachkongress Biogas in Hitzacker hat dieses Thema ebenfalls in zahlreichen Fachvorträgen aufgenommen.

Der Fachverband Biogas hat mit den Vorträgen von Horst Seide und Silke Weyberg die energiepolitische Bedeutung dieses Themas für den zukünftigen Stellenwert der Biogaserzeugung im Konzert der erneuerbaren Energien hervorgehoben. Der Appell an die Biogasanlagen-Betreiber war deutlich: wenn es nicht in absehbarer Zeit gelänge, das zugestandene Volumen von 1350 MW zu „flexibilisieren“, wird der Waggon Biogas vom Zug der erneuerbaren Energien abgehängt und droht politisch auf der Strecke zu bleiben: Stand November 2015 seien 66 MW Zubau in der Flexibilisierung zu wenig. Die Biogaserzeuger müssten jetzt bald liefern, um sich angemessen bei der Gestaltung des EEG 2016 positionieren zu können.

Sowohl im Praxisworkshop Flexibilisierung als auch auf dem Fachkongress Biogas in Hitzacker wurde deutlich, dass bei vielen Biogasanlagen-Betreibern noch zahlreiche Fragen geklärt werden müssen, bis eine Investitionsentscheidung in Richtung Flexibilisierung getroffen werden kann. Die IG Biogasmotoren wird seit dem Sommer nahezu wöchentlich um die Bewertung von Angeboten und Ausschreibungsrunden zur Flexibilisierung gebeten.

Dies zeigt, dass viele Betreiber sich mit dieser Frage schon ernsthaft beschäftigen, denn keiner möchte sich gern die einmalige Chance zur Unterstützung der BHKW-Erweiterung entgehen lassen. Es bleiben aber genug offene Fragen mit Blick auf das bestehende und neu anzuschaffende BHKW. Genau diese Fragen greifen wir im Praxisworkshop Flexibilisierung auf:

– Wie groß sollte die Überbauung gewählt werden?

– Mit welchen Betriebskosten ist im Flexbetrieb zu rechnen?

– Welche Umsatzerlöse sind realistisch zu planen?

– Welche Genehmigungen sind bis wann einzuholen?

– Welche technischen Restriktionen weisen bestehende und neue BHKWs im Flexbetrieb auf?

– Was ist bei der Biogasversorgung und der Schnittstelle Transformator zu beachten?

Diese und weitere Fragen zur Vorbereitung und Durchführung der Investitionsentscheidung sowie der Ablauf zu Realisierung werden an einem Praxisbeispiel vorgestellt und mit den Teilnehmern diskutiert.

3 Praxisseminare stehen dieses Jahr noch bis Mitte Dezember an. Betreibern aus Mecklenburg- Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt sei das nächste Praxisseminar in Neustrelitz am 9.12.2015 empfohlen, melden Sie sich hier an, Detailinformationen liefert der Seminarflyer. Zwei weitere Veranstaltungen für Schleswig-Holstein am 15. 12 in Treia und 16.12 in Brokenlande finden Sie ebenfalls auf der Homepage der IG Biogasmotoren.