Online-Kongress Fachsymposium Biogasmotoren 2021

Online-Kongress für Biogasanlagen-Betreiber zur Optimierung des BHKW-Einsatzes

Fachsymposium Biogasmotoren vom 22.2. bis
zum 26.2.2021 als Online-Kongress

Das Fachsymposium Biogasmotoren findet als Online-Kongress vom 22. bis zum 26. Februar 2021 statt. Und nicht als Fachsymposium live wie in den vergangenen Jahren Anfang September in Hamburg. Wir haben uns Gedanken gemacht, wie wir unter den gegenwärtigen Umständen eine für alle Teilnehmer sichere Veranstaltung durchführen können. Und natürlich auch, wann wir das Fachsymposium stattfinden lassen.

Tagungshotels, die mehr als 100 Teilnehmer unter Corona-Gesichtspunkten sicher platzieren konnten, waren nicht mit längerem Zeithorizont planbar. Aus diesem Grund haben wir uns für ein alternatives Veranstaltungsformat entschieden. Es ermöglicht den Teilnehmern, ohne Reiseaufwendungen das Angebot des Fachsymposiums zeitlich verteilt zu nutzen. Außerdem kann jeder Teilnehmer darüberhinaus flexibel entscheiden, an welchen Vorträgen dieser online präsent sein oder eine Aufzeichnung zu einem späteren Zeitpunkt anschauen möchte.

Fachsymposium Biogasmotoren mit neuem Auftakt

Das Fachsymposium Biogasmotoren startet am Montag Vormittag, den 22. Februar 2021, mit einer Podiumsdiskussion.  Erstmalig führen wir Teilnehmer mit einer Diskusssionsrunde in das Fachsymposium ein, in der Experten Fragen zur Biogasnutzung und zum Biogas-BHKW-Einsatz diskutieren. Damit geben sie gleichzeitig auch einen Ausblick auf die vier Themenblöcke, die vormittags ebenfalls mit maximal 90 Minuten Dauer von Dienstag bis Freitag in Fachvorträgen präsentiert werden.

Hier nun die inhaltliche Struktur des Fachsymposiums Biogasmotoren verteilt auf 5 Tage:

  1. Montag 22.2.2021 : Podiumsdiskussion mit Experten zu Themen, die den Betreibern von Biogas-BHKWs wichtig sind
  2. Dienstag, 23.2.2021: Sicher und kostenoptimal bis zum EEG-Ende fahren
  3. Mittwoch, 24.2.2021: Flexbetrieb profitabel fahren
  4. Donnerstag, 25.2.2021: Betriebsdaten – das “Gold” zur Schadenprävention
  5. Freitag, 26.2.2021: Perspektiven der Biogasproduktion und Biogasverwertung

Wir planen, jeweils ab 9.30 Uhr bis 11.00 Uhr für die Teilnehmer “online” zu sein, die zur Teilnahme nur einen PC oder ein Smartphone und natürlich eine Internet-Verbindung benötigen. Daher wird der Online-Kongress einfach über einen Browser erreichbar sein. So können sich die Teilnehmer dann mit ihren Login-Daten einloggen. Wer einen Vormittagstermin nicht realisieren kann, erhält dauerhaft Zugriff auf die Aufzeichnung in einem geschützten Bereich für die Fachsymposiums-Teilnehmer. So vermeiden wir, dass bei eigener Abwesenheit vom PC etwas von den Inhalten verloren geht.

Teilnehmer gestalten den Online-Kongress mit

Mit Hilfe einer Online-Umfrage möchten wir erfahren, welche Themen zum Beispiel bei Betreibern von Biogas-BHKWs ganz oben auf der Wunschliste stehen. Daher können Interessenten und Teilnehmer von unserem Online-Kongress mit ihren Wünschen thematische Akzente setzen. Die wir natürlich gern bei der Vortragsauswahl für das Fachsymposium Biogasmotoren berücksichtigen werden. Schon bereits bekannte Referenten und neue Referenten stehen bereit, den Teilnehmern in 15 minütigen Vorträgen praxisnahe, neue und wertvolle Inhalte zu vermitteln.

Damit Sie sich zeitnah ein Ticket für das Fachsymposium auch zu den Frühbucherkonditionen sichern können, achten Sie bitte auf unsere Email-Ankündigungen oder schauen Sie auf unsere Website von Zeit zu Zeit. Dort finden Sie dann Details zur Buchung, damit Sie nichts verpassen. Denn auch im geplanten Format des Online-Kongresses sind die Plätze aus technischen Gründen nicht unlimitiert.

 

Hitzekollaps im BHKW

Drohender Hitzekollaps für Biogas-Motoren

Biogas-Blockheizkraftwerke in Containeraufstellung droht in diesen Tagen der Hitzekollaps. Die BHKW-Container haben keine starke Isolierung und sind der starken Sonneneinstrahlung ausgeliefert. Alle Kühleinrichtungen arbeiten nun auf Hochtouren, um dem Biogas-Aggregat die geforderte Leistung zu ermöglichen, ohne Schaden zu nehmen. Die externe Aufheizung des Containers führt zu hohen Raumlufttemperaturen, die in Verbindung mit der Strahlungswärme des laufenden Motors die Gemischkühlung vor große Aufgaben stellt.

Mechanik und Elektronik leiden in gleicher Weise unter der Hitze

Bei den hohen sommerlichen Temperaturen kommen nicht nur der Motor ins Schwitzen, sondern auch die Schaltschränke. Deren Komponenten erleiden den Hitzekollaps, wenn die elektronischen Bauelemente Temperaturen von mehr als 45°C ausgesetzt sind. Das wird auch in Schaltschrankräumen zum Problem, wenn es nur eine Lüftung dieses Raumes gibt und kein Klimagerät zur Kühlung im Schaltschrank. Stehen die Schaltschränke an einer südlich ausgerichteten Containerwand, strahlt diese Wand mit zum Teil deutlich mehr als 45°C in den Schaltschrank auf die dort an der Rückseite verbauten Komponenten.

Wenn es die Kühlkreisläufe für den Motor und das Gemisch nicht mehr packen, dann schützt den Motor nur noch eine Leistungsreduktion in Verbindung mit einer Klopfsensorik. Die wenigsten Kühlkreisläufe wurden auf Außentemperaturen von 35°C ausgelegt, daher leiden viele Biogas-BHKWs in Containeraufstellung bei diesen Außentemperaturen unter Hitzestress. Zum Hitzekollaps kommt es dann, wenn es keine Schutzeinrichtungen gibt. Dauerhaftes Klopfen des Biogasmotors endet oft mit einem Kolbenfresser. Daher sind Warnmeldungen der Motorsteuerung unbedingt ernst zu nehmen, um kapitale Motorschäden zu verhindern.

Wie sich Betreiber gegen den Hitzekollaps schützen können

Gerade bei knapp ausgelegten Kühlkreisläufen müssen die vorhandenen in guter Verfassung sein. Dazu gehören unter anderem

  • kalkfreie Wärmetauscher,
  • ausreichend hoher Kühlmitteldruck, entlüftete Kühlkreisläufe,
  • kein Ölnebeldampf im Gemischkühler und
  • Notkühler ohne “Bioteppich”

Wärmetauscher sollten stets mit ausreichender Verschmutzungs- und Leistungsreserve dimensioniert sein. Anlagenbauer weichen aus Kosten- und Wetbewerbsgründen hiervon oft ab, die Konsequenzen erlebt der Betreiber erst im Sommer. Dann reduziert jedes Grad weniger Bauteiltemperatur den Verschleiß oder das Schadensrisiko. Betroffene Bauteile sind Zylinderköpfe, Kolben, Laufbuchsen und Zündkerzen, deren Standzeiten sinken oder zum Versagen mit Motorschaden führen.

Wenn es die Kühlkreisläufe nicht ausreichend schaffen, ist eine Leistungsreduktion in der Größenordnung von 5 bis 20 % das kleinere Übel im Vergleich zum Motoschaden mit Instandsetzungs- und Betriebsunterbrechungskosten.

Generatoren mögen es auch nicht so heiß

Frische Raumluft durchströmt zuerst den Generator und dann erst am Motor entlang. Die Kühlkanäle des Generators nehmen so “kalte” Frischluft auf. Und sorgen dafür, dass Wicklungen, Kabelverbindungen und elektronische Komponenten nicht zu heiß werden und verspröden. Dies funktioniert aber nur, wenn die Zuluft frei von Staub und Schmutz ist, da sich anderenfalls die Kühlkanäle zusetzen. Ein weiterer Grund, nur gefilterte Frischluft in den BHKW-Container zu lassen. Auch die Zuluftführung ist zu beachten: ein Teil des Luftstromes muss die Chance haben, in den Generator hineinzukommen und nicht nur über den Generatorkasten hinwegzufegen…

Für Schaltschränke sind diese Maßnahmen zur Vorbeugung angezeigt:

  • Ungestörter Luftstrom zur Be- und Entlüftung im Schaltschrank
  • Ausreichend groß bemessene Querschnitte zur Schaltschrankraum-Belüftung
  • Isolierung des Schaltschrankraumes zum Motorbetriebsraum hin (inkl. Kabelschächte)
  • Einsatz eines kleinen Klimagerätes im Schaltschrank (thermostatgesteuert)

Bei Schaltschränken im Betriebsraum des Biogasaggregates sollten diese (mit dem Generator) zuerst von der Frischluft angeströmt werden, damit deren Komponenten überleben. Hilfreich sind auch hier bauteilnah eingesetzte kleine Klimageräte in den Schaltschränken.

Weitere Beiträge zu “heißen” Themen des BHKW-Betriebes finden Betreiber, die noch kein Mitglied sind, unter diesem Link.

Fitness-Check: Volumenstrom-Messung

Kühlmittel : Volumenstrommessung

ATEX Compressors: Volumenstrommessung
im Kühlkreislauf mit Prüfzertifikat

Die hochsommerlichen Temperaturen zeigen, ob die Kühlkreisläufe im Motor den Belastungen gewachsen sind und diesen ohne Leistungsbegrenzungen oder gefährliches Klopfen durch einen heißen Sommer bringen. Neben leistungsfähigen Wärmetauschern spielt das Kühlmittel eine entscheidende Rolle. Neben dem Kühlmitteldruck, der vor Dampfblasenbildung schützt, steht heute aber die Volumenstrom-Messung im Fokus. Wer sich über die übrigen Faktoren zur Fitness des Kühlkreislaufes informieren möchte, wird in diesem Beitrag fündig.

Kühlmittel-Temperaturen oder -Drücke werden von der Motorsteuerung im Regelfall angezeigt, der Volumenstrom dagegen eher selten. Da man nicht in den Kühlkreislauf hineinschauen kann, ohne die Verrohrung aufwändig zu öffnen, bleibt eine schleichende Verringerung der Strömungsgeschwindigkeit des Kühlmittels oft unbemerkt.

Kühlmittel fließt zu langsam – Überhitzung droht

Dies hat zur Folge, dass sich

  • das Kühlmittel stärker erhitzt,
  • saure Abbauprodukte bilden können, die z.B: Kompensatoren schädigen und
  • Bauteile geschädigt werden wie z.B. der Abgaswärmetauscher sowie
  • Kavitation an temperaturbelasteten Teilen des Motorblocks entstehen kann.

Die Verringerung des Kühlmittel-Volumenstroms hat ihre Ursache in der Bildung von Ablagerungen im Kühlkreislauf und in Umbaumaßnahmen der Verrohrung, die den Durchflußwiederstand erhöhen, sowie in zunehmendem Verschleiß der Kühlmittelpumpe. Kann diese den Mindestvolumenstrom für die notwendige Kühlleistung nicht erbringen, droht das Risiko teurer Motorschäden. Neben den oben erwähnten Auswirkungen steigen die Temperaturen im Motor- und Gemischkühlkreislauf, sodass der Motor seine Klopfgrenze erreicht oder gar überschreitet.

Abhilfe durch Volumenstrom-Messung

Eine berührungslose Volumenstrom-Messung des Kühlmittels kommt ohne Öffnen einer Kühlmittelleitung aus. Voraussetzung ist der Einsatz passender Messtechnik, wie sie beispielsweise die ATEX Compressors GmbH vornimmt. Die bei laufendem Motor gemessene Zustandsgröße vom Kühlmittel hilft, auch zugesetzte Wasserfilter und verkalkte Plattenwärmetauscher zu entdecken.

Ist der Volumenstrom des Kühlmittels zu gering, droht dieses zu heiß zu werden. Bei Überschreiten einer zulässigen Maximaltemperatur zersetzt sich das Kühlmittel chemisch. Seine Abbauprodukte (starke Säuren) gefährden die Kompensatoren, die glycolfest sind, aber sich unter saurem Einfluss einfach zersetzen. Schwere Folgeschäden sind oft die Folge.

Die Kühlkreisläufe stehen bei hohen Außentemperaturen unter Leistungsdruck, damit der Motor bei Vollast keinen Schaden erleidet. Die im Regelfall knapp dimensionierten Wärmetauscher der BHKWs erfordern dann, dass alle übrigen Komponenten fit sind, dazu gehört auch ein ausreichend großer Kühlmittelstrom.