Webinar typische Schäden am Biogas-BHKW

Webinar typische Schäden am Biogas-BHKW

Wie sich Betreiber gegen unnötige Schäden schützen können

Im kostenfreien Webinar “Typische Schäden am Biogas-BHKW und wie sich Betreiber dagegen schützen können” erfahren Betreiber, woher die sehr unterschiedlichen Probleme im Alltag eines BHKWs kommen können. Ein kurzer Überblick als Einleitung erklärt, dass technische Schwierigkeiten nicht nur aus dem Betrieb herrühren, sondern ihre Wurzeln auch in dem Aufbau und der Inbetriebnahme der Anlage finden.

Der zuverlässige Betrieb des Biogas-BHKWs hängt auch von einem guten Zustand der Peripherie ab. Dies beginnt bei dem Gasgebläse und setzt sich fort bei der Gasaufbereitung. Probleme in der Gasaufbereitung machen sich durch teure Schäden unangenehm bemerkbar: insbesondere der Abgaswärmetauscher wird stark korrosiv belastet.

Webinar gibt Tipps zur Schadenprävention

Um gute Erträge mit dem Biogas-BHKW zu erzielen, müssen Betreiber dessen technischen Risiken im Alltag im Griff behalten. Oberste Maxime muss es sein, ungeplante Stillstände zu vermeiden. Daher ist es hilfreich, die typischen Schadensursachen im Auge zu behalten. Hierbei helfen BHKW-Betriebsdaten nicht nur aus der Motorsteuerung, sondern auch von Peripheriegeräten.

Ein einfaches Modell eines Biogas-BHKWs zeigt den Teilnehmern des Webinares, aus welchen Bereichen Unpässlichkeiten für das Biogas-Aggregat drohen. Diese entwickeln sich bei Nichtbeachtung dann oft zu beträchtlichen Schäden. Wer dies mit seinem Servicepartner im Auge behält, kann frühzeitig eingreifen und vermeidbare Kosten sparen.

Typische Schäden am Biogas-BHKW

Das Bild vieler Schäden zeigt ähnliche Muster und weist auf immer wiederkehrende Ursachen zurück. Tückischerweise treten diese auch noch mehrfach auf. In der Praxis führt dies dazu, dass die Fehlersuche nach dem ersten gefundenen Fehler verfrüht abgebrochen wird. Betreiber erleiden dann nach kurzer Zeit den gleichen Schaden, aber mit anderer Ursache.

Im Webinar werden 6 typische Felder von Schadensursachen angesprochen. Diese zeigen auch die teilweise bestehenden Wechselwirkungen auf: So führen zum Beispiel thermische Probleme in dem Motorkühlkreislauf dazu, das mechanischer Verschleiß an wichtigen Motorkomponenten zunimmt. In vielen Fällen sind die Abhilfemaßnahmen einfach, schnell und sehr preisgünstig vom Betrieber oder seinem Servicepartner zu bewerkstelligen.

Das Webinar “Typische Schäden am Biogas-BHKW” zeigt den Betreibern wichtige Stellschrauben zur Vermeidung hoher Instandhaltungskosten auf. Hier geht es zum kostenfreien Webinar.

Noch immer kein optimaler Biogas-BHKW-Betrieb

Störungsfreier Lauf
mit der “Hand am Puls”

Es gibt immer noch zuviele Störungen im Betrieb von Biogas-BHKWs. Diese sind für Betreiber zudem noch kostenträchtig: der ungeplante Stillstand verursacht Umsatz-ausfälle für Strom und Wärme, Ersatzkosten für alternative Wärmebereitstellung und die eigentlichen Reparaturkosten. Ein optimaler Biogas-BHKW-Betrieb sieht anders aus.

Besonders ärgerlich sind die Störungsursachen, die lange unentdeckt bleiben und dann mit einem großen und teuren Schaden hochkommen. Wer beispielsweise seine Kühlkreisläufe mit niedrigem Wasserdruck fährt, ist Anwärter auf derartige Schäden. Das Symptom heißt Kavitation und kann Motorblöcke bis zum Totalschaden zerstören.

Die Ausstattung mit Motor-Sensorik ist sehr unterschiedlich. Je mehr verbaut ist, desto leichter fällt die Fehlersuche. Wo nichts gemessen wird, was möglicherweise wichtig wäre, fängt der Blindflug im Betrieb an und gaukelt einen scheinbar guten Zustand vor. Optimaler Biogas-BHKW-Betrieb hängt auch von der Datenlage ab. Lassen sich diese gut über den Zeitablauf verfolgen, steigt die Prognosesicherheit über den notwendigen Austausch von Motorteilen.

Bestes Beispiel ist eine Klopfsensorik, die den Motor vor zu hohen Brennraum- Temperaturen und – Drücken schützt. Wer außer Biogas und Luft auch noch Schmieröldämpfe verbrennt, weiß um die fatalen Folgen, wenn eine Klopfensorik nicht aufpasst: oft ist ein kapitaler Kolbenfresser die Folge.

Dass Schmieröl gegen Versauerung zu schützen ist, hat sich bis hin zu Versicherungen mittlerweile herumgesprochen. Und die Vorsorgemaßnahmen im Bereich der Biogas- aufbereitung greifen durchaus. Dass aber noch zusätzliche Maßnahmen im Flexbetrieb notwendig sind, ist immer noch nicht weit genug verbreitet. Und so werden trotz guter Hardware-Ausstattung der Biogasaufbereitung mit Gaskühlung, Nacherwärmung und Aktivkohle viele Schäden am Motor und am Abgaswärmetauscher produziert. Weil einfach die täglich zweimalige Abkühlung des Biogases unterschätzt wird.

Welche notwendigen Abhilfemaßnahmen auch im Flexbetrieb für einen störungs- und schadenfreien Betrieb zu ergreifen sind, ist Gegenstand des Seminars “Optimaler BHKW-Betrieb – auch im Flexbetrieb”. Das nächste Seminar findet am 26.3.2020 in Neustrelitz statt, hier geht es zur Anmeldung und hier zum Seminarflyer .

Verschleiß im Visier

Betriebsdatenhistorie richtig bewerten, um Instandhaltungskosten zu sparen

Verschleiß begrenzen durch
passende Wartungsmaßnahmen

Es liegt in der Natur der Sache, dass jede Verbrennungsmaschine über die Nutzungsdauer verschleißt. Innere Reibung von den Kolbenringen bis hin zu den Lagern sorgen für Materialabrieb, der sich im Schmieröl bestens verfolgen lässt. Auch in der Peripherie – wie z.B. den Raumluftfiltern – werden Komponenten in ihrer Leistung mit der Zeit schwächer. Gelangt Feinstaub stärker in den Brennraum, steigt der Verschleiß der Laufbuchsen an. Ähnlich verhält es sich mit den Kühlkreisläufen: im Betrieb verschlechtert sich die Wärmeübertragung, z.B. durch Verkalkung, und damit wird es im Motor heißer. In der Folge sinkt beispielsweise die Standzeit der Zylinderköpfe.

Verschleiß kommt in kleinen Schritten um die Ecke

Der normale Verschleiß ist unspektakulär und nicht zwingend gefährlich. Nur wenn er sich unbeobachtet weiterentwickelt und im Stillen sein schadensträchtiges Werk betreibt, wird es teuer für den Betreiber. Der Wasserdruck in den Kühlkreisläufen ist leider solch ein typisches Beispiel für das Bild “kleine Ursache – großer Schaden”. Solange Wasser in den Kühlkreisläufen ist, sei ja alles in Ordnung, so die immer wieder geäußerte Meinung. Das ist nur die eine Seite der Medaille, die andere verweist auf den Zusammenhang von Kühlmittel-Druck, -Temperatur und Dampfbildung. Und dann sind wir schnell bei Kavitation und Lochfraß am Motorblock, der sich erst im Spätstadium des Schadens dem Betreiber offenbaren. Ein Motor-Ausfall und eine teure Instandsetzung sind die Folge.

Betriebsdaten-Messung schützt vor Überraschungen

Im Grunde genommen ist dies eine Daueraufgabe beginnend mit der Inbetriebnahme des Biogas-BHKWs. Wertvoll für den Betreiber und das Service-Personal sind die Zeitreihen der Messdaten. Durch ein schlechtes Package kann ein Motor schon ab Inbetriebnahme ins Schwitzen kommen, wenn die Notkühler zu klein dimensioniert sind. Verschmutzen oder verkalken diese im Sommer, dann reagiert der Motor mit einer Abschaltung oder zumindest mit einer Leistungsreduktion. Wären die Notkühler und andere Komponenten des Kühlkreislaufes ausreichend dimensioniert, bliebe mehr Zeit und Spielraum bei normalem Verschleiß, bis es zu heiß wird. Reserven in der Auslegung der Komponenten helfen, weil einfach die nutzbare Zeitspanne bis zu notwendigen Wartungsmaßnahmen größer ist.

Jedes Biogas-BHKW hat seinen optimalen Wartungs-Rhythmus

Neben den Routinearbeiten wie Schmieröl- und Zündkerzenwechsel fallen in größeren Abständen auch Raumluftfilter, Ölnebeldampfabscheider, Dämpfungselemente des Aggregates, Abgaswärmetauscher etc. zur Überprüfung an, die in ihrer verbauten Umgebung mehr oder minder schnell verschleißen. Weil gerade die Einbausituationen so sehr unterschiedlich sind, können die Standard-Wartungsvorschriften nur ein grober Anhalt sein, wann Komponenten überprüft oder gar gewechselt werden müssen. Daher kommt es darauf an,

  1. für den Verschleiß relevante Betriebsdaten kontinuierlich zu messen und
  2. diese Betriebsdaten zu beurteilen, ob und wann welcher Handlungsbedarf besteht.

Betriebsdaten-Anbindung online oder offline für Verschleiß-Prognose

Wer für sein Biogas-BHKW eine Online-Anbindung an seinen Servicepartner hat, kann darauf bauen, dass dieser die relevanten Betriebsdaten bewertet. Und bei deutlichen Abweichungen reagiert, um Schäden und ungeplante Stillstände zu verhindern. Viel wichtiger aus wirtschaftlicher Sicht ist neben der Schadenprävention das Halten des Aggregates im optimalen Betriebsfenster mit “Wohlfühlbedingungen”. Wenn gereinigte oder auch vergrößerte Wärmetauscher dazu führen, dass Zündkerzen und Zylinderköpfe länger halten, dann erhöht dies den Sicherheitsabstand zum potenziellen Schaden und verbessert die Wirtschaftlichkeit des Biogas-BHKWs.

Um dies für ein Biogas-BHKW zutreffend zu beurteilen, bedarfs es nicht zwingend einer Online-Anbindung. Es geht auch einfacher: einmal wöchentlich “offline” ein Set von Motorbetriebsdaten absenden und die sich aufbauende Datenhistorie von einem neutralen Dritten bewerten zu lassen, ist schon eine große Unterstützung in diese Richtung. Deshalb erweitert die Interessen Gemeinschaft Biogasmotoren ihre Dienstleistung um eine kostenfreie “Biogasmotoren-App”, die ihre Info- und Förderkreis-Mitglieder genau in diese Richtung weisend unterstützt. Es geht dabei nicht um die Alarmmeldung eines geplatzten Kühlwasserschlauches, sondern um die Bewertung der Motorbetriebsdaten. Natürlich mit dem Ziel, den Verschleiß durch geeignete Wartungs- und Opimierungsmaßnahmen zu reduzieren. Dies senkt dabei auch nachhaltig die Instandsetzungskosten, ohne Betriebsrisiken zu vergrößern.

Neben der kommenden Biogasmotoren-App finden sich im Mitgliederbereich der IG Biogasmotoren zahlreiche Fachbeiträge und 15-Minuten-Videos zu den vielen Themen der Schadensvorbeugung im Biogas-BHKW. Wer sich unverbindlich einen Überblick verschaffen möchte, dem sei dieser Link empfohlen.