Ratgeber „Flexible Biogasanlagen“

Flexibilisierung: Lernen Sie von Berufskollegen!

Ratgeber „Flexible Biogasanlagen“

Im neuen top agrar Ratgeber „Flexible Biogasanlagen“ finden Sie viele Tipps für den Einstieg und die Optimierung der bedarfsgerechten Stromerzeugung.
Hinrich Neumann gibt mit seinen Beiträgen auf 80 Seiten zu 6 Themenbereichen (Planung, Wirtschaftlichkeit, Praxis, Technik, Forschung und Marktübersicht) mit dem Ratgeber „Flexible Biogasanlagen“ interessierten Betreibern wertvolle Anregungen und die wichtigen Fragen zur Investitionsentscheidung.

Flexibilisierung heißt Umbau im Bestand

Die Biogasbranche ist im Umbruch. Heute sind nicht mehr 8500 Stunden Dauerbetrieb gefragt, sondern nur wenige Betriebsstunden am Tag. Immer dann, wenn Wind- oder Solaranlagen wenig Strom ins Netz einspeisen, schlägt die Stunde der Biogasanlagen. Doch für diese bedarfsgerechte Stromerzeugung müssen Sie Ihre Anlage richtig umrüsten. Was Sie dabei beachten müssen, erfahren Sie in dem neuen top agrar Ratgeber „Flexible Biogasanlagen“.

Richtige Flexibilisierung benötig viel Expertenwissen

Verschiedene Fachbeiträge beschäftigen sich mit den wichtigen Themen wie Planung, Wirtschaftlichkeit und Technik. Anhand von Beispielen zeigt der Ratgeber Ihnen verschiedene Strategien auf, von der kleinen Lösung mit doppelter „Überbauung“ bis hin zur großen Lösung, mit der Sie unterschiedliche Strommärkte bedienen können. Die Autoren erklären zudem die Chancen der Flexibilitätsprämie, die einzelnen Strommärkte und Absatzchancen, von der Regelenergie bis zum Day-Ahead-Markt und zeigen die Vor- und Nachteile auf.

Wie geht es nach Auslauf der EEG Förderung weiter?

Einzelne Abschnitte befassen sich mit wichtigen Randthemen wie der Störfallverordnung oder dem neuen Ausschreibungsverfahren, bei dem Sie sich nach Ablauf der 20-jährigen EEG-Förderung um eine Anschlussvergütung bewerben können. Außerdem stellt der Ratgeber „Flexible Biogasanlagen“ Ihnen Betreiberorganisationen und Stromhändler vor, die heute schon Biogasstrom in Virtuellen Kraftwerken vermarkten.

Erhältlich ist der Ratgeber ab dem 15.8.2018; er kostet 29,90 €, für Abonnenten der top agrar 25 €,  Bestellung www.shop.topagrar.com; Tel.: 02501/801-3020; Fax: 0 25 01/8 01-58 55,
E-Mail: buchvertrieb@lv.de,  Artikelnummer: 080511,  ISBN: 978-3-7843-5591-7

Die Lektüre dieses Ratgebers führt Biogasanlagen-Betreiber zu den wichtigen Fragen der individuell zu treffenenden Flexentscheidung. Diese sollten danach mit Experten des jeweiligen Fachgebietes diskutiert werden. Die Umsetzung der Flexibiliserungsmaßnahmen erfordert externe Unterstützung von der Planung und der Baubegleitung bis zur Abnahme. Damit auch das geliefert wird, was bestellt wurde. Ebenso ist eine belastbare Wirtschaftlichkeitsrechnung der geplanten Flexibilisierung mit den Chancen und Risiken aufzustellen. Dies erleichtert die Abschätzung, wie sicher die gewünschten Ziele dieses anspruchsvollen Vorhabens erreicht werden können.

Schlüssel zum optimalen Biogas-BHKW-Betrieb

Schlüssel zum optimalen Biogas-BHKW-Betrieb
Quelle: Pixabay

Ein neu konzipierter Tages-Workshop für Betreiber von Biogas-BHKWs der IG Biogasmotoren startet am 21.8.2018 in Nienburg an der Weser. In der rechten Spalte der Website gibt es Veranstaltungshinweise mit Details, der Link zur Anmeldung findet sich auch am Ende dieses Beitrages.

Es werden die vier Schlüsselthemen vorgestellt, die Betreibern helfen, die Ertragskraft im Biogas-BHKW-Betrieb zu verbessern.

Problemloser BHKW-Betrieb ist nach wie vor keine Selbstverständlichkeit bei vielen Betreibern. Die anfängliche Erwartung ist diesbezüglich oft genug enttäuscht worden. Und so ist es nicht überraschend, dass hierfür ein ganzes Bündel von Ursachen verantwortlich ist. In den veröffentlichten Betriebsvergleichen und in dem Schadensgeschehen, von dem wir erfahren, lassen sich vier Themenfelder ausmachen, die zu weniger guten BHKW-Ergebnissen führen.

1. Schnittstellen, die auf das BHKW wirken

Das Biogas-BHKW benötigt Ansaugluft und Biogas zur Gemischaufbereitung und ein Raum-Klima, in dem es weder den Hitze- noch den Kältetod stirbt. Das klingt zunächst einmal ziemlich einfach – leider gibt es nicht nur bei hochsommerlichen Temperaturen allein schon damit erhebliche technische Probleme. Die Temperaturwechsel vom Tag zur Nacht und Sommer bis Winter stellen für viele BHKWs in der Verbindung mit kondensierender Feuchte des Biogases eine erhebliche Herausforderung dar.

Durch übermäßiges Kühlen des Biogases  und zu geringem Sauerstoffgehalt werden die Eigenverbräuche für Strom und Aktivkohle unnötig erhöht, um einmal zwei kleine Stellschrauben für wirtschaftlicheren Betrieb zu nennen.

2. Altlasten der BHKW-Planung und -Errichtung

Manche BHKWs laufen jahrelang mit thermischen Problemen und höherem Bauteilverschleiß, den es so nicht geben dürfte. Hätte ein Anlagenbauer z.B. Wärmetauscher korrekt dimensioniert und nicht Sommertemperaturen von nur maximal 25° Celsius berücksichtigt, bliebe dem Betreiber viel Ärger erspart. Erfreulicherweise lassen sich Planungsmängel oft auch später im Betrieb noch korrigieren, aber es kostet Zeit und Geld.

Im günstigsten Fall sind es nur Einstellungsmängel, die sich durch richtige Parametrisierung der Ventile und Regeleinrichtungen z.B. in Kühlkreisläufen korrigieren lassen. So lassen sich Wärmeumsätze erhöhen, wenn im Winter eben keine Notkühler mitlaufen.

3. Ein gutes Instandhaltungskonzept bringt mehr Nutzen, als es Kosten verursacht

Das Potenzial für kompetente Instandhaltungsdienstleistungen ist nach wie vor sehr groß. Leider ebenso groß ist die Spanne der angebotenen Dienstleistungsqualität, die oftmals die Zweifel der Betreiber rechtfertigt, umfassende Serviceleistungen einzukaufen. (Motoren-) Hersteller und Anlagenbauer geben vereinzelt schon für den klassischen Grundlastbetrieb der Biogas-BHKWs keine Dienstleistung ab, die den Betreiber überzeugen kann. Das gilt leider in noch viel stärkerem Maße für angefragte Wartungsarbeiten der Aggregate im Flexbetrieb.

Dies mag zum einen dem Fachkräftemangel geschuldet sein. Andererseits ist die Preispolitik für Ersatzteile teilweise überzogen, wie vereinzelt selbst Hersteller zugestehen. Betreiber weichen dann für Verbrauchsmaterialien und Verschleissteile auf den Fachhandel aus, der qualitativ hochwertige Ersatzteile zu deutlich attraktiveren Kosten liefern kann.

Die vorgestellten Detailthemen in diesem Themenfeld reichen vom zu reinigenden Abgaswärmetauscher über Filter-, Kühlmittel- und Schmierölwechsel  bis zum Zylinderkopf-Tausch.

4. Betriebsdaten-Erfassung und -Auswertung

Moderne Motorsteuerungen stellen viele Betriebsdaten des Biogas-Motors dar. Aber durchaus nicht alle wichtigen Daten der Kühlkreisläufe. Ein Beispiel: Kühlmitteldrücke erlauben Aussagen, ob sich im Kühlkreislauf Dampfblasen bilden können oder nicht. Diese entscheiden darüber, ob klammheimlich durch Kavitation der Motorblock zerfressen wird. Früherkennung ist also durchaus wichtig, um sich vor teuren Totalschäden zu schützen.

Dieses kleine Beispiel zeigt, wie bedeutsam im Einzelfall eine harmlos erscheinender Kühlmitteldruck ist. Und – nicht zu vergessen – die dazugehörende Bewertung. In dem Tagesworkshop für den optimalen Biogas-BHKW-Betrieb gehen wir auf die relevanten Betriebsdaten und deren Bewertung ein, damit Betreiber ein Instrument zur Schadenverhütung erhalten.

Auf das Fachsymposium Biogasmotoren am 5.9.2018 sei hier gesondert hingewiesen, da mehrere Fachvorträge sich sowohl zu praktischen Themen der Schadenfrüherkennung als auch zu kostensparenden Instandhaltungsmaßnahmen äußern. Details zu dieser Veranstaltung sowie zur Anmeldung finden sich in den beiden Links.

 

 

Kosten senken im Biogas-BHKW-Betrieb

Wie im BHKW-Betrieb Kosten gesenkt
und Schäden vermieden werden

Betreiber von Biogasanlagen spüren derzeit starken Gegenwind, da Auflagen des Gesetzgebers und schadensanfällige BHKWs den Kostendruck erhöhen. Die Interessen Gemeinschaft Biogasmotoren veranstaltet am 5. September 2018 in Hamburg ein Fachsymposium für Biogasanlagen-Betreiber. In 16 Fachvorträgen erfahren die Teilnehmer, wie Biogasmotoren

 

  • kostengünstig überholt,
  • auf moderne Steuerungen umgerüstet werden,
  • die neue TA-Luft bewältigen und
  • durch Betriebsdatenanalyse vor Schäden geschützt
    werden können.

Praxiserfahrene und kompetente Referenten berichten über den Aufbau von Flex-BHKWs und ein Projektingenieur stellt die Klippen bei der Umsetzung eines Flex-Projektes dar.

Neben Erfahrungen aus dem Servicebetrieb für Biogas-BHKWs werden auch Produktweiterentwicklungen gezeigt, die den Wirkungsgrad von Biogasmotoren erhöhen und die wirtschaftliche Nutzung der erzeugten Wärme verbessern.

Das mittlerweile 4. Fachsymposium der Interessen Gemeinschaft Biogasmotoren wird von Betreibern, Herstellern und Dienstleistern für die Branche als Drehscheibe für den Austausch praktischer Erfahrungen und hochwertigen technischen Know-Hows geschätzt.

Die Anmeldung zum Fachsymposium Biogasmotoren erfolgt über den Anmeldelink im Veranstaltungsflyer .