Praxisworkshop Flexibilisierung am 24.11.2015 in Münster

Praxisworkshop Flexibilisierung in Münster am 24.11.2015

Praxisworkshop Flexibilisierung in Münster am 24.11.2015

Für Betreiber von Biogasanlagen findet am 24. November 2015 in der Sparkassenakademie in Münster ein Praxisworkshop zum Thema Flexibilisierung von Biogas-BHKWs statt. Gemeinsam mit der SK Verbundenergie GmbH und der WEMAG AG stellt die Interessen Gemeinschaft Biogasmotoren die Themenfelder vor, die für eine sichere Entscheidung zur Flexibilisierung notwendig sind.

Es werden die technischen Voraussetzungen im Biogas-BHKW sowohl für die bestehende als auch für die erweiterte Anlage angesprochen, die einen sicheren und problemlosen Betrieb auch bei Teillast ermöglichen.

SK Verbundenergie stellt Betreibern die Werkzeuge vor, mit denen eine individuelle, komfortable  und bedarfsgerechte Stromerzeugung erfolgt. Ein ausführliches Praxisbeispiel mit den erzielten Zusatzerträgen zeigt den Betreibern, was heute im Rahmen der Flexibilisierung möglich ist.

Die WEMAG AG gibt den Betreibern Hintergrundwissen, warum sich flexible Kraftwerke heute und in Zukunft attraktiv vermarkten lassen. Welche technischen Anschlussbedingungen für den Netzzugang erforderlich sind, wird für die genaue Planung der Erweiterungsinvestition notwendig.

Die ersten Anmeldungen zum Praxisworkshop sind schon erfolgt, Anmeldungen werden bis zum 17.11.2015 unter der Anmeldeseite der IG Biogasmotoren erbeten. Detailinformationen zur Veranstaltung enthält der Seminarflyer.

3 wertvolle und kaum genutzte Hinweise aus der Motorsteuerung

Die Motorsteuerung im Biogas-BHKW ist für viele Betreiber ein Buch mit sieben Siegeln. Im Alltag werden die Grundfunktionen zum Starten und Stoppen des Biogasmotors genutzt. Die Verarbeitung der Motorensignale dient nicht nur der Bewältigung kritischer Motorenzustände, wie z.B. Öl- und Kühlwassermangel, und dem sicheren Umgang mit Biogas. Die laufenden Betriebsdaten spiegeln auch den aktuellen Stand der Motorengesundheit wider.

Akademie der Leea in Neustrelitz

Akademie der Leea in Neustrelitz

Dieser Zusatznutzen, Hinweise aus der Motorsteuerung für die dauerhafte Verbesserung der Motorengesundheit einzusetzen, bleibt für den Betreiber oft unerkannt. Im Biogasmotoren Technik Seminar am 4. November 2015 in Neustrelitz wird dieses Potenzial ausführlich dargestellt. Motorensignale richtig gemessen und interpretiert sind eine wahre Schatztruhe für diese drei Themen:

  1. Wartungsintervalle an die gemessenen Verschleißraten anpassen
  2. Motorenschäden schon in der Frühphase aufspüren
  3. Optimierungspotenzial des BHKWs zur Kostensenkung erkennen

Die Motorsteuerung verarbeitet eine Vielzahl von Messwerten, damit das Biogas-BHKW im sicheren Betrieb Strom und Wärme erzeugen kann. Die gewonnenen Motordaten geben aber auch wertvolle Hinweise, wie Schäden vermieden werden können und sich die Wirtschaftlichkeit im Betrieb deutlich verbessert.

1.  Wartungsintervalle an die gemessenen Verschleißraten anpassen

Dass Motoren mechanisch verschleissen, ist unvermeidbar, es kommt nur auf das Maß an. Die gilt auch für Filter, die sich mit der Zeit mit Staub, Schmutz und Feuchtigkeit zusetzen. Durch übermäßige Belastungen – zum Teil jahreszeitlich bedingt – sind die Verschmutzungs- und Verschleißraten nicht gleichmäßig. Deshalb sind angepasste Wartungsintervalle hilfreich, um den Motor vor zu großem Verschleiß zu schützen.

Voraussetzung für diese Anpassung sind die regelmäßig gemessenen Werte und ihre Interpretation. Für einen Luftfilter kann dies ein Differenzdruck sein. Eine Schmierölanalyse ist dagegen schon komplexer. Mit externer Unterstützung kann sich der Betreiber auch hier Rat und Expertise einholen, um den Zustand seines Biogasmotors zu bewerten. Schmierölanalysen geben dann auch Empfehlungen für den Ölwechselzeitpunkt.

2.  Motorenschäden schon in der Frühphase aufspüren

Akutes Bauteilversagen z.B. aufgrund von Materialfehlern kommt erfreulicherweise recht selten vor. Die meisten Motorschäden kündigen sich „leise“ an und haben eine „Entwicklungsgeschichte“. Diese werden oft dadurch begünstigt, dass sich mehrere Ursachen in Wechselwirkung verstärken.

Ab einer Schwelle verstärken sich die negativen Folgen von z.B. ölnebelhaltiger Ansaugluft, zu hoher Gemischtemperatur und Motorklopfen. Der plötzlich auftretende Kolbenfresser sorgt für unerwarteten Stillstand und hohe Ausfallkosten.

Wenn alle relevanten Frühindikatoren für Motorschäden gemessen und richtig beurteilt werden, kann der Betreiber den Kolbenfresser vermeiden. Dafür sind regelmäßige Messungen notwendig, die dann im Zeitablauf den Schaden signalisieren. Aus einem Einzelwert lässt sich dies nur bei extremen Messwerten ableiten.

 3. Optimierungspotenzial des BHKWs zur Kostensenkung erkennen

Bei Motoren mit einem Dauerproblem (Motor erreicht keine Volllast, verkaufbare Wärmemenge zu gering, Standzeit der Zylinderköpfe und Zündkerzen inakzeptabel gering, etc.) geben Messwerte aus dem laufenden Betrieb Hinweise auf die Schwachpunkte des BHKWs, die zu den Problemen führen.

Biogasmotoren mit ernsten Problemen belasten den Betrieb mit hohen Kosten für zu häufige Reparaturen, Ersatzteilkosten und Ausfallkosten durch Anlagenstillstände. Finanzierer und Versicherer  werden dann oft unruhig und erhöhen den ohnehin schon hohen Stresspegel des Betreibers. In vielen Fällen kann nach intensiver Diagnose und Messung aller wichtigen Zustandsgrößen am Biogasmotor für Abhilfe gesorgt werden.

Ob es leitungsfähigere Wärmetauscher, Pumpen, größere Rohrquerschnitte oder andere Bauteile sind: gerade in der Anbindung der Wärmeverbraucher entstanden durch mangelnde technische Planung und Berechnung fehlerhaft ausgelegte Heizkreise, die zur Überhitzung von Biogasmotoren geführt haben. Schwingungsmessungen haben konstruktive Mängel einzelner Biogasmotoren und der Motorengestelle aufgedeckt und zu Verbesserungen seitens der Hersteller und Anlagenbauer geführt.

Es lohnt sich, „die Hand am Puls“ des Biogasmotors zu haben. Wartungs-, Reparatur- und Betriebsunterbrechungs-Kosten sinken. Ein gut gewarteter Biogasmotor hält seinen Wirkungsgrad auf hohem Niveau und spart über die Laufzeit auch sehr viel Brennstoffkosten. Das Biogasmotoren Technik Seminar IV zum Thema  Motorsteuerung und Sensorik findet am 4.11.2015 in Neustrelitz in der Akademie des Landeszentrums für erneuerbare Energien (Leea) statt. Teilnehmer erhalten umfangreiche Seminarunterlagen und Checklisten. Hier geht es zur Anmeldung und zum Seminarflyer.

Info-Mitgliedschaft mit Einführungsaktion gestartet

Betreiber bleiben am Ball mit der Info-Mitgliedschaft

Betreiber bleiben am Ball mit der Info-Mitgliedschaft

Biogasanlagen-Betreiber, die die technische Unterstützung für ihr Biogas-BHKW schätzen,  haben nach einer weiteren Möglichkeit der Mitgliedschaft in der Interessen-Gemeinschaft Biogasmotoren mit einer geringeren „Einstiegshürde“ nachgefragt. Die Interessen Gemeinschaft Biogasmotoren bietet ab sofort die Info-Mitgliedschaft an, die ein verändertes Dienstleistungsangebot mit attraktiven, niedrigen Monatsbeiträgen koppelt.

Betreiber von Biogas-BHKWs erhalten auch mit der Info-Mitgliedschaft wertvolle Informationen aus dem Netzwerk der IG Biogasmotoren. Die Aufnahme der Schadens- und technischen Betriebsdaten der BHKWs erfolgt einfach und kostensparend  über Online-Formulare. Eine Schwachstellenanalyse zeigt den Betreibern das Potenzial für eine Reduktion der Stillstandszeiten und Senkung der Betriebskosten auf. Wird persönliche Unterstützung vor Ort benötigt, kann diese als Dienstleistung extra gebucht werden. Info-Mitglieder können alle Technik-Seminare der IG Biogasmotoren mit hoher Ermäßigung nutzen. Eine Produktübersicht informiert über das Dienstleistungsangebot der Info-Mitgliedschaft mit den dazugehörenden Preisen.

Betreiber, die sich im Rahmen des Einführungskontingentes (240 neue Info-Mitglieder) im Oktober bis zum Monatsende für die Info-Mitgliedschaft entscheiden, erhalten den ersten Beitrags-Monat mit über 50% Nachlass  und alle weiteren Monatsbeiträge für die Dauer Ihrer Info-Mitgliedschaft um 10 % reduziert. Der Monatsbeitrag ist unabhängig von der Anzahl und Größe der elektrischen Leistung der Biogasmotoren und gilt pro Betrieb.

Weitere Produkt- und Buchungssinformationen  erhalten Betreiber unter diesem Link. Der Kostenvorteil des Einführungsangebotes für die Info-Mitgliedschaft gilt längstens bis zum Ablauf des 31. Oktober 2015.