Fachsymposium Biogasmotoren: wo Betreibern der Schuh drückt

Bildnachweis Dierk Jensen: Fachsymposium Biogasmotoren 2017

Der Biogas-BHKW-Betrieb ist nach wie vor für viele Betreiber mit beträchtlichen Kostenrisiken verbunden. Ungeplante Anlagenstillstände sorgen in Verbindung mit den Reparaturkosten und Umsatzausfällen für empfindliche Gewinneinbußen. Das Fachsymposium Biogasmotoren bot den mehr als 90 Teilnehmern am 5. September 2017 in Hamburg gute Gelegenheit, ein paar Stellschrauben kennenzulernen, um die Kosten der Instandhaltung zu senken.

„Wir Betreiber stehen vor vielen Herausforderungen. Dazu gehört, unter der Vielzahl von Anbietern und Dienstleistern diejenigen auszuwählen, die uns wirklich helfen können“, sagte Peter Krabbe. Als Vorstand der IG Biogasmotoren und selbst Betreiber einer Biogasanlage, moderierte er die Tagung und kommentierte manchen Vortrag mit kritischen Fragen.

17 Vorträge – Inhalte kurz auf den Punkt bringen

Das Konzept, mehrere Fachthemen in 15 Minuten mit klarem Fokus zu präsentieren, fand die Zustimmung der Teilnehmer. Auch wenn einzelne Theme mit Beispielen ( wie Service-Verträge) mehr Zeit für eine detailliertere Ausleuchtung benötigen. Die Referenten hielten sich an die knappen zeitlichen Vorgaben. Vereinzelt wurde moniert, dass die Unternehmen ihren „Werbeblock“ hätten kürzer fassen müssen zugunsten der gewünschten Wertbeiträge für Betreiber.

Gerade im letzten Themenblock gab es  durchaus kontrovers diskutierten Themen der Serviceverträge. Es wurde deutlich, dass Anlagenbauer sich noch nicht ausreichend mit den deutlich anderen Rahmenbedingungen des flexiblen Betriebes auseinandergesetzt hatten. Hier ergäben sich im Wettbewerb große Chancen zur Differenzierung im Markt. Der Vertrieb von Flex-BHKWs und Serviceverträgen bringt dies in der Kundenkommunikation noch nicht ausreichend „auf die Straße“.

Flex-BHKWs in die jeweilige betriebliche Umgebung einzupassen, ist beratungsintensiv. Das Anforderungsprofil muss gemeinsam mit dem Kunden  erarbeitet werden, damit eine projektierte Anlage die erwarteteten Ergebnisse auch in der Praxis bringen kann.

Fachbeiträge zeigen Ursache-Wirkungs-Ketten für Schadensprävention

BIldnachweis Dierk Jensen: Kühlmittelauswahl für den Biogasmotoren-Betrieb

Die gerade in den beiden ersten Themenblöcke gezeigten Vorträge machten den Teilnehmern deutlich, dass sich Probleme in der Biogasaufbereitung bis in den Abgastrakt hinein bemerkbar machen. Eine Symptombehandlung löst keine Probleme. Erst die Klärung von Ursache-Wirkungs-Beziehungen schafft nachhaltige Abhilfe.

Dies gilt um so mehr für den flexiblen Betrieb, da die zahlreichen Abkühl- und Aufwärm- sowie Vorwärmprozesse in ihren technische Auswirkungen nüchtern bewertet werden müssen. Sorgfältige Planung und eine angemessene Ausstattung des BHKWs mit den notwendigen Messstellen einschließlich der Regelungstechnik wird erst den Anforderungen des Fahrplanes gerecht. So werden Betreiber entlastet und erhalten die Voraussetzung für einen wirtschaftlichen Betrieb des BHKWs.

Die vorgestellten Themen werden wir in den nächsten Fachseminaren vertiefen. Der Workshop-Charakter mit mehr Zeit wird sich dann intensiver den Details widmen können.

 

Notkühler bringen jetzt volle Leistung

Wartungsmaßnahmen am Notkühler für wirksame Gemisch- und Motorkühlung

Sommerliche Belastung für Notkühler (Quelle: Unsplash)

Auch wenn wir noch kein Wüstenklima haben, die Temperaturen waren und sind derzeit durchaus hochsommerlich. Für die Notkühler von Biogas-BHKWs sind jetzt Hochleistungen gefordert.

Dies betrifft sowohl den Gemischkühl-Kreislauf als auch den Motorkühlkreislauf. Wenn Wärmekunden im Sommer keinen Bedarf haben, muss eben die Motorabwärme über die Notkühler abgeführt werden.

Bauteilbelastung steigt mit den Betriebstemperaturen an

Wenn die Kühlleistung der Notkühler unzureichend ist, steigen die Kühlwassertemperaturen an. Die ohnehin der Verbrennung ausgesetzten Bauteile wie Zündkerzen und Zylinderköpfe werden noch heißer und quittieren dies mit geringeren Standzeiten. Diese Bauteile gehen buchstäblich vor der Hitze in die Knie.

Verschärft wird die Lage für den Biogasmotor, wenn auch das Biogas-Luft-Gemisch eine zu hohe Temperatur vor Eintritt in den Brennraum hat. Dann besteht die Gefahr des Motorklopfens durch zu hohe Temperaturen und Drücke im Brennraum. Dies gefährdet die Lager und führt im Extremfall zu starken Schäden an Kolben, Laufbüchsen und Zylinderköpfen bis zum Kolbenfresser. Nicht jeder Biogasmotor verfügt über eine Klopferkennung mit einer schützenden Leistungsreduktion des Motors, die gravierende Motorschäden vermeidet.

Funktionsfähige Notkühler schützen vor drohenden Hitzekollaps

Dies sollten Betreiber beachten, um ihren Biogasmotor vor Hitzeschäden zu schützen:

  1. Kontrollieren Sie die Temperaturen vom Motor- und Gemischkühlkreislauf. Die Gemischtemperatur nach Gemischkühler sollte kleiner als 50° C sein. Maximalwerte sind am frühen Nachmittag zu erwarten.
  2. Notkühler neigen dazu, sich an der Unterseite einen „Bioteppich“ anzusaugen, der regelmäßig vorsichtig abgeharkt werden muss, um die Kühlleistung zu erhalten. Ein kräftiger Wasserstrahl (kein Hochdruck..) hilft beim Säubern.
  3. Ausreichender Kühlmitteldruck und Kühlmittel in gutem Zustand sind weitere Voraussetzungen für ausreichende Kühlleistungen der Notkühler.

Diese drei Maßnahmen sind die ersten Punkte, die ein Betreiber  auch mit Blick auf die zurückliegenden Wartungen (Reinigung Wärmetauscher, Austausch Kühlmittel?) vornehmen kann. Im Fachsymposium Biogasmotoren am 5.9.2017 gehen wir mit mehreren Fachvorträgen auch auf diese Thematik ein.

Ursachenbündel für thermische Probleme von Biogasmotoren

Die Ursachen für thermische Probleme von Biogasmotoren in Biogas-BHKWs finden sich nicht nur im Betrieb, sondern auch in der Planung und Auslegung des BHKWs. Wenn Pumpen, Wärmetauscher, Rohrleitungen oder Notkühlern zu knapp ausgelegt wurden, kommen bei hochsommerlichen Temperaturen die oben beschriebenen Probleme. Zum Teil mangelt es auch an der richtigen Einstellung der Regelventile, die die volle Kühlleistung von Notkühlern verhindern.

Im Biogasmotoren Technik-Seminar II geht es um die richtigen Betriebstemperaturen des Biogasmotors. Seminarteilnehmer erhalten neben vielen Praxis-Tipps auch Checklisten zur Schadensprävention. Diese sollten gemeinsam mit dem Servicepartner für einen störungsfreien Betrieb abgearbeitet werden. Wir werden Sie zeitnah über unsere Biogasmotoren Technik-Seminare für Herbst und Winter 2017/2018 informieren.

Flexibilisierung aus der Sicht von zwei erfahrenen Biogasanlagen-Betreibern

Anlässlich der Planertage eines Motorenherstellers Ende Juni 2017 haben Martin Laß (Agrarservice Lass GmbH) und Christopher Link (SK Verbundenergie AG) zwei Vorträge zu den eigenen Erfahrungen mit einer Biogas-BHKW Flexibilisierung gehalten. Beide haben Vorgehensweise und Kriterien aufgezeigt, unter denen die eigenen Anlagen flexibilisiert wurden.

Positive Erfahrung zur Flexibilisierung

Martin Laß bewirtschaftet auch einen eigenen landwirtschaftlichen Betrieb und hat sich früh mit den Fragen der Flexibilisierung beschäftigt. Dazu gehört auch die Direktvermarktung des selbst erzeugten Stromes. Aus seiner Sicht bilden die Spotpreise für Strom an der Börse die Nachfrage-Angebotssituation perfekt ab. Diese liefern ein genaues Signal, wann es sich lohnt, die BHKWs laufen zu lassen und wann nicht.

Quelle: Agora Energiewende, CUBE Engineering/Flexperten

Die Preisentwicklung lässt sich heute mit großer Genauigkeit prognostizieren. Die Muster dieser Kurvenverläufe sind im Wochenvergleich sehr ähnlich. Sie zeigen das Ergebnis unseres Stromverbrauches und der Wetterdaten, die fluktuierende Windstrom- und Solarstrom-Leistungen verursachen. Wasserkraftwerke und Biogas-BHKWs speisen bislang noch „Grundlast“-Strom ein, was sich aus den oben genannten Gründen im Zeitablauf jedoch deutlich ändern wird.

Der Fahrplanbetrieb nach Strompreis-Signalen der Börse erfordert einen ausreichend dimensionierten Gasspeicher. Wenn Wärmekunden versorgt werden müssen, ist auch ein Wärmepufferspeicher notwendig – oder ein spezieller Fahrplan z.B. für einen Motor, der Wärmekunden übernimmt.

Quelle: CUBE Engineering/Flexperten

Das Fazit von Martin Laß zur Flexibilisierung ist aus seiner Sicht eindeutig: gerade mit Blick auf die Zeit nach dem EEG lässt sich jetzt die eigene Biogasanlage zukunftsfest machen. Die hohe Anlagenverfügbarkeit und Redundanz reduziert den Stress im Alltag und führt zu besseren Ergebnissen.

Jede Biogasanlage braucht ein passendes Konzept zur Flexibilisierung

Christopher Link betreut mit seinen Dienstleistungen auch die eigenen 8 Biogasanlagen im Unternehmensverbund und blickt auf vielfältige Umsetzungserfahrungen zurück. Jede Biogasanlage benötigt ihr spezifisches Umsetzungskonzept für die bedarfsgerechte Stromversorgung. Ebenso eine weiterhin zuverlässige Wärmebereitstellung für Wärmekunden.

Das Maß der Überbauung hängt sehr von den örtlichen Raum- und Genehmigungs-Voraussetzungen ab. Dafür lässt sich kein Patentrezept nennen. Das rechnerische Optimum der Überbauung hängt u.a. von der Größe des Gasspeichers ab. Es ist eine Entscheidungshilfe, um die Erträge aus der bedarfsgerechten Stromproduktion zu optimieren.

C. Link: Strom-Mehrerlöse in Abhängigkeit von Überbauung und Gasspeichervolumen

Die Aussagen dieser Kurven sind eindeutig: gute Mehrerlöse lassen sich nur dann erzielen, wenn zur Überbauung auch der passende Gasspeicher gewählt wird. Daher wirkt eine starke Überbauung mit zu kleinem Gasspeicher kontraproduktiv. Für die passende mehrdimensionale Optimierung eines Flexvorhabens setzt die SK Verbundenergie AG mathematische Verfahren ein, damit es auch wirtschaftlich sehr gut passt.

Für Flexinteressierte geben die beiden Vorträge von Martin Laß und Christopher Link wertvolle Hinweise, weil sie auch konkrete Zahlen zeigen.

Anmeldungen zum Fachsymposium Biogasmotoren im Endspurt

Rasche Anmeldung zum Fachsymposium sichert Teilnahmeticket

Die Anmeldungen zum Fachsymposium Biogasmotoren laufen seit Anfang Mai kontinuierlich herein, knapp zwei Drittel der Teilnehmerplätze sind schon gebucht.

In vier Themenblöcken werden die für Betreiber wichtigen Technik-Fragen um das Biogas-BHKW herum von kompetenten Referenten angesprochen.

Es geht zum einen um den störungsfreien Betrieb des BHKWs und um niedrige Instandsetzungskosten. Auf der anderen Seite beschäftigen sich viele Betreiber mit der Frage „Flexibilisierung – ja oder nein?“, für deren Beantwortung wir Ihnen Entscheidungshilfen und Erfahrungswerte von Betreibern vorstellen möchten, die den Schritt in die Flexibilisierung bereits unternommen haben.

Anmelden zum Fachsymposium Biogasmotoren können Sie sich hier. Die Agenda der Veranstaltung und alle weiteren Details finden Sie in diesem Veranstaltungsflyer .

Wohlfühlbedingungen für Aktivkohle und wirksame Schadstoffreduktion

Sich um optimale Einsatzbedingungen für Aktivkohle zu kümmern, schafft nicht nur die Voraussetzungen für die gewünschte Schadstoffreduktion, sondern erhöht auch gleichzeitig die Standzeiten der Aktivkohle. Teilnehmer des Fachsymposiums werden erfahren, worauf es ankommt und dass sich mit der richtigen Aktivkohle auch Geld sparen lässt.

Wärmetauscher-Performance dauerhaft sicherstellen

Wärmetauscher laufen häufig unter dem Radar der Instandsetzungsaktivitäten und verringern ihre Leistung schleichend. Wenn dann noch das Kühlmittel ebenso vernachlässigt wird, kann es ernsthafte Schäden und teure Reparaturarbeiten nach sich ziehen. Für die richtigen Maßnahmen zur Schadensprävention gibt es konkrete Tips für den Betrieb Ihres BHKWs.

Die Feinheiten einer klugen Flexibilisierung

Ein Betreiber wird seine Flexibilisierungsgeschichte erzählen und Ihnen Einblicke in seine Anlagen-Flexibilisierung geben. Wie das Flexprojekt im einzelnen abgelaufen ist und welche Unterstützung es hierfür gegeben hat, erfahren Sie natürlich auch.

Instandhaltungskosten im Flexbetrieb unkalkulierbar?

Betreiber betrachten BHKW-Kosten bei der Planung einer Flexibilisierung über lange Zeithorizonte: bis zu 10 Jahren nach vorn und auch über den Auslauf ihres EEGs hinaus. Und die Anbieter tun sich derzeit immer noch sehr schwer, die Servicekosten für ein BHKW mit konkretem Flex-Fahrplan im ersten Betriebsjahr zu benennen. Auf dem Fachsymposium Biogasmotoren geben wir Licht in die „Blackbox“ der Servicekosten für flexibilisierte BHKWs.

Besucher des Fachsymposiums erhalten einen besonderen Service. Im Nachgang zur Veranstaltung werden den Teilnehmern Checklisten der Referenten in PDF-Form zu den einzelnen Vorträgen zugemailt und es wird eine besondere Form der Nachbereitung aller Vorträge geben, über die wir Sie auf der Veranstaltung informieren.

Melden Sie sich jetzt hier zum Fachsymposium Biogasmotoren an. Der aktualisierte Veranstaltungsflyer informiert über alle wichtigen Details der Veranstaltung.

Rückblick auf die Infotage FlexBiogas in Triesdorf und Dorfmark

Infotage FlexBiogas in Triesdorf und Dorfmark

Am 24. Mai und am 1. Juni 2017 fanden in Triesdorf und in Dorfmark die Infotage FlexBiogas statt, die die KWK kommt UG mit Adi Golbach und das Fl(ex)perten-Netzwerk um Uwe Welteke-Fabricius ausgerichtet haben. Auf beiden Veranstaltungen fanden sich jeweils mehr als 80 Besuchern ein. Rund ein Drittel der Teilnehmer machten Biogasanlagen-Betreiber aus, zwei Drittel waren den Anbietern von Produkten und Dienstleistungen der Biogasbranche zuzurechnen, darunter befanden sich auch vereinzelt Behördenvertreter.

Die Interessen Gemeinschaft Biogasmotoren hat auf beiden Veranstaltungen den Part übernommen, mit einem einführenden Kurzvortrag und anschließender Moderation die Fragen zum Thema Motorentechnik im Flexbetrieb aus dem Publikum aufzugreifen und mit den anwesenden Vertretern von Motoren- und BHKW-Herstellern zu diskutieren.

Die Diskussion auf beiden Veranstaltungen zeigte ganz deutlich, dass es zu den technischen Randbedingungen des Flexbetriebes noch eine Viezahl von Fragen der Betreiber gibt. Und sie offenbarte, dass sich die Anbieter noch nicht ausreichend mit der Frage beschäftigt haben, wie sich Servicekosten des Biogas-BHKWs im Flexbetrieb darstellen.

Auf die BHKW-Peripherie kommt es an

Ein (Flex-) BHKW hat Schnittstellen zu unterschiedlichen Lieferanten. Diese nehmen die technischen Anforderungen jeweils aus ihrer Perspektive wahr und sollten diese richtig verstehen und mit den passenden Produkten bedienen:

  1. Biogasaufbereitung von der Gaskühlung bis zur Nacherwärmung mit Vorwärmung auch des Aktivkohlefilterbehälters
  2. Entscheidung für ein Konzept der Bereitstellung trockenen, sauberen Biogases: mehrere Biogasaufbereitungsstrecken oder nur eine mit einem Gasspeicher für gebrauchsfertiges Biogas zur Versorgung aller BHKWs?
  3. Motorvorwärmung aus einem Warmwasserspeicher: Stillstandszeiten von 4 bis 20 Stunden bis zum nächsten Start können wirtschaftlich  überbrückt werden

Wenn dann noch Themen der Baugenehmigung und der Stromnetzanbindung sowie ein Ausbau des Gasspeichers etc. hinzukommen, dann sollte jedem Betreiber klar sein, dass ein Flexibilisierungsvorhaben schon in der Projektphase Planung und Entscheidungsfindung Zeit und externe Unterstützung erfordert, wenn es erfolgreich umgesetzt werden soll.

Eine gute Vorbereitung und Planung sichert eine Investitionsentscheidung ab. Es zeigt sich in der Praxis, dass pauschale Empfehlungen zum Maß der Überbauung nicht weiterhelfen, weil die betrieblichen Restriktionen vor Ort (räumliche Gegebenheiten, Netzanbindung, Genehmigung,…) die Entscheidung stark beeinflussen können. Jede Flexentscheidung ist eine Einzelfallentscheidung, die genaues Prüfen erfordert.

Machen Sie sich ein Bild

Die 17 Vorträge aus Triesdorf bedienen alle wichtigen Themen rund um die Flexibilisierung. Es reicht von den regulatorischen Grundlagen der Flexibilisierung über die einzusetzende Technik einschließlich der Wärmeverwertung bis hin zur saisonalen Flexibiliseirung der Biogasproduktion. Einzelne Themen sind mehrfach mit Vorträgen besetzt, sodass sich der Betreiber einen ersten Überblick verschaffen konnte. Hier finden Sie eine Übersicht aller Vorträge.

Bei der Vielfalt der notwendigen Einzelthemen zur Flexentscheidung ist es aus meiner Sicht notwendig, auch eine Hilfestellung für die Bewältigung des Flexprojektes zu geben, das ja immer neben dem Alltag laufen muss, der ja ohnehin für die meisten Betreiber zeitlich sehr beanspruchend ist. Die erste Stufe läuft bis zur Entscheidungsfindung. Die zweite Stufe ist nicht minder wichtig und betrifft die schrittweise Umsetzung des Flexprojektes. Hierzu werden wir Sie in Kürze über einen Vorschlag zur Vorgehensweise informieren.

Wer Interesse an allen (oder einzelnen) Vorträgen hat, die sämtlich von den Autoren auch zum Download freigegeben sind, wird hier fündig. Für Ihre etwaigen Nachfragen oder näheres Interesse stehen Ihnen die Autoren sicherlich gern zur Verfügung. Ziel ist es, dass jeder Betreiber für sich persönlich eine wirtschaftlich tragfähige Flexentscheidung trifft – wie sie auch immer im Ergebnis ausfallen mag. Hierfür leisten die Vorträge einen ersten Beitrag.

Anmeldung Fachsymposium Biogasmotoren startet mit Frühbucherrabatt

Rasche Anmeldung zum Fachsymposium sichert günstige Teilnahme

Wer sich günstige Teilnahmegebühren für das Fachsymposium Biogasmotoren Anfang September in Hamburg sichern möchte, sollte möglichst zügig ordern. Die Anzahl der mit einem attraktiven Frühbucherrabatt versehenen Tickets sind begrenzt. Eine rasche Entscheidung sichert die Teilnahme zu einem sehr günstigen Kurs.

Das Programm des Fachsymposium ist in 4 Themenblöcke aufgeteilt:

Die richtigen Betriebsmittel für problemlosen Betrieb des Biogas-BHKWs

Im ersten Themenblock geht es um Fragen der Biogasaufbereitung (Kühlung, Nacherwärmung, Vorwärmung und Filterung) für problemlosen Betrieb auch bei flexibler Fahrweise. Welche Faktoren die Standzeit der eingesetzten Aktivkohle beeinflussen, ist Gegenstand eines weiteren Vortrages. Besondere Aspekte der Schmieröl- und Kühlmittelauswahl helfen dem Betreiber auch in diesem Bereich, das richtige Produkt für die eigenen Betriebsparameter zu finden.

Damit die erzeugte Wärme auch den Weg zum Verbraucher findet

Der zweite Themenblock ist der Wärmeverwertung gewidmet. In der Planungsphase insbesondere bei Flex-BHKWs tauchen immer wieder Probleme in der Auslegung der Wärmetauscher und der Wärmepufferspeicher auf. Insbesondere bei Anlagen-erweiterungen sowohl auf der Erzeugungsseite als auch auf der Verbrauchsseite muss technisch sauber gerechnet und geplant werden, um das gewünschte Ergebnis im Betrieb zu erzielen.

Die Feinheiten einer klugen Flexibilisierung

Flexibilisierung, das auf der einen Seite vom Gesetzgeber mit der Flexprämie schmackhaft gemacht wird, sorgt immer noch für kontroverse Diskussionen. Auf der anderen Seite ist dieses Thema in der Abarbeitung für Betreiber so sperrig, wie es wirtschaftlich bedeutsam für den Betrieb ist. Wir schauen im dritten Themeblock auf die konkreten Erfahrungen in der Umsetzung der Flexibilisierung eines Betreibers, der seine Entscheidung schon getroffen hat. Und ebenso wird der Blick auf die Entscheidungsfindung zur Flexibilisierung gelenkt. Dabei spielt die Fahrplan-Simulation eine wichtige Rolle. Diese ermöglicht vor dem Hintergrund der notwendigen Technik und ihrer Investitionshöhe eine klare Beurteilung der Wirtschaftlichkeit.

Es geht ums Geld der laufenden Betriebskosten

Geld auszugeben, um Geld zu sparen, erscheint zunächst widersprüchlich. Aber wie die Vorträge im vierten Themenblock zeigen werden, kann ein regelmäßiges Investment in einen Servicevertrag diesen Effekt auslösen – auch im Flexbetrieb eines Biogas-BHKWs. Chancen und Risiken von Serviceverträgen sind genau abzuwägen. Ebenso, welche Komponenten des Biogas-BHKWs unter einen Servicevertrag fallen sollen.

Die Kalkulationsbasis eines Service-Vertrages hängt stark vom geplanten Fahrplan ab. Darüber gibt es in der Praxis noch viel Unklarheit, die potenzielle Kunden sehr verunsichert. Auch die Frage, wer welche Risiken des Servicevertrages übernimmt, ist für die Akzeptanz eines Servicevertrages von großer Bedeutung.

Interessenten für das Fachsymposium Biogasmotoren am 5. September 2017 in Hamburg erwartet ein interessanter Strauß von Vorträgen, die konkrete Anregungen geben, wie im Betrieb von Biogas-BHKWs mehr Geld verdient werden kann. Melden Sie sich hier an. Der aktualisierte Veranstaltungsflyer informiert über alle wichtigen Details der Veranstaltung.